Linkportal Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Therapien

detaillierte Darstellung von Studien zu Ursachen und Therapie der ALS (unter Therapiestudien)
http://www.als-charite.de

Patienten mit amyotropher Lateralsklerose ...
... nehmen in einem Krankenhaus der Stadt St. Gallen noch bis zum Sommer 2007 an einer klinischen Studie über die Anwendung von Dronabinol teil. Studienleiter Dr. Markus Weber stellte fest, dass die an dieser degenerativen Erkrankung des Nervensystems leidenden Patienten von der Behandlung profitieren, dennoch darf er nach dem Ende der Studie seine Patienten nicht weiter behandeln. So befürchtet Weber nun, dass die dank der Behandlung abnehmenden Muskelkrämpfe der Patienten mit dem Ende der THC-Verabreichung zurückkehren. Viele seiner Patienten bitten ihn schon jetzt um die Fortsetzung der Behandlung, auch wenn sich Arzt und Patient damit strafbar machen würden. Auch in der Schweiz ist Cannabis bisher nicht als Medikament zugelassen, und die hohen Kosten einer Therapie mit synthetischem THC können sich die wenigsten Patienten leisten. Wie auch Markus Weber fragen sich viele Ärzte, warum man Cannabis nicht als Medikament verwenden dürfe, während man Opiate als deutlich härtere Betäubungsmittel abgeben darf. Dr. Thomas Cerny, Professor für Onkologie am Krankenhaus in St. Gallen, hält die Angelegenheit für eine politische Absurdität. Weitere Infos unter: http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1334614
Quelle

AWMF online - Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/030-001.htm

Biotechnologie Forschungszentrum Blankenheim
http://www.gesundes-muster.de/ALS.htm

Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse
http://www.neuro24.de/als.htm

Rilutek Medikamentenbeschreibung (PDF-Datei)
http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/Rilutek/H-109-PI-de.pdf

Dr. med. Carsten Hager - bewährtes Einnahmeschema
http://hometown.aol.de/holgerknf/homepage/privat.html

Fettsäuren halbieren Risiko tödlicher Nervenkrankheit

02.05.2006

Amyotrophische Lateralsklerose ist bei fettreicher Ernährung unwahrscheinlicher
Ein Speiseplan, der reich an mehrfach ungesättigten Fetten und Vitamin E ist, halbiert das Risiko an amyotrophischer Lateralsklerose (ALS) zu erkranken, wie eine aktuelle Studie des Medizinischen Zentrums der Universität Utrecht zeigt. Diese Erkrankung zählt zu den Motoneuronerkrankungen: "Das ist ein sehr breites Feld an Erkrankungen. ALS tritt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf und führt sehr bald zum Tod, bei Neugeborenen kann zum Beispiel Spinale Muskelatrophie auftreten ", erklärt Reginald Bittner vom European Neuro Muscular Center, im Gespräch mit pressetext. ALS äußert sich in Muskellähmung, der bekannte Physiker Stephen Hawking ist davon betroffen.
Die Forscher ließen 132 ALS-Patienten Fragebögen über ihre Ernährung vor dem Ausbruch der Krankheit ausfüllen, die dann mit jenen gesunder Menschen verglichen wurden. Dabei zeigte sich, dass die ALS-Kranken erheblich weniger mehrfach ungesättigte Fette und Vitamin E zu sich nahmen, als die gesunde Gruppe. Dabei handelt es sich um Omega-3-Fettsäuren, enthalten in bestimmten Pflanzenölen und Omega-6-Fettsäuren, enthalten in Fisch und grünem Gemüse. Die Schlussfolgerung der Studie: Bei der Einnahme von mehr als 32 Gramm Fett pro Tag sinkt das Risiko einer ALS-Erkrankung um 60 Prozent, verglichen mit der Einnahme von weniger als 25 Gramm. Auch bei der Einnahme von 18 bis 22 Milligramm Vitamin-E sinkt das Krankheitsrisiko um 60 Prozent, verglichen mit der Einnahme von weniger als 18 Milligramm.
Warum diese Fette das Risiko einer Erkrankung derart senken, ist unklar. Es wird vermutet, dass die bei ALS auftretenden Zellschäden durch die Fette verhindert werden. "Es gibt viele Ansätze, die in diese Richtung führen. Stoffe wie Vitamin E oder auch Vitamin C werden schon lange untersucht, um herauszufinden ob sie Zelldegeneration möglicherweise verhindern oder verzögern können", so Bittner. Doch um eine Therapie daraus ableiten zu können, sei der Ablauf von ALS noch zu wenig erforscht.
Die Ursachen der Krankheit sind weitgehend unbekannt, weniger als zehn Prozent werden genetisch übertragen. "Bei den meisten ALS-Formen ist der biochemische Vorgang in der Zelle völlig unklar. Die ALS-Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, denn ALS tritt so spät im Leben auf, dass es schwierig ist, die Familienmitglieder auf mögliche ALS-Fälle zu untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt sind diese oft schon durch andere Ursachen verstorben", erklärt Bittner die Problematik.
Kristina Sam | Quelle: pressetext.austria - Weitere Informationen: www.umcutrecht.nl/zorg - www.enmc.org

 
Datum: Dienstag, 07. September 2007 © sw-koeln.de, Susanne Kunath